Andacht

Liebe Gemeinde,

die Corona-Krise stellt uns alle vor viele ungewohnte Herausforderungen! Mancher befindet sich in einer akuten Notlage, weil er vielleicht erkrankt ist, zu einer Risikogruppe gehört, sich Gedanken um Angehörige macht oder ihn wirtschaftliche Existenzsorgen umtreiben.
Das sind alles schwere Nöte! Hier ist es gut, an Gott zu denken, den unser Präses der Rheinischen Kirche Manfred Rekowski in diesem Zusammenhang als einen "Gott der Fürsorge" beschrieben hat. Ja, bei Gott finden wir Trost und Geborgenheit! Wollen wir doch, das, was uns umtreibt, im Gebet vor ihn bringen.
Auch untereinander können wir uns helfen. Unsere kleine Handzettelaktion, auf die Sie vielleicht schon aufmerksam geworden sind, mag dazu ein Beitrag sein. In früheren Zeiten hätte die Kirche oder der Staat in solch einer Lage einen Buß- und Bettag angesetzt. Man mag da vielleicht fragen: "Was soll denn hier Buße? Wir können doch nicht für Corona. Es ist über uns gekommen!" Das ist völlig richtig.
Und so ist Buße auch nicht gemeint! Sie bedeutet nach dem Neuen Testament Besinnung, neues Denken, vielleicht Umdenken. Diese Besinnung kann uns in diesen unruhigen Zeiten aber nur guttun, selbst wenn wir im Stress stehen, etwa mit den Kindern, die versorgt werden müssen. Besinnung aber kann uns helfen. Greifen wir doch wieder zum Wort Gottes in der Bibel.
Sie finden es auch unter www.bibleserver.com. Die Gottesdienste, die wir jetzt so schmerzlich vermissen, können wir wenigstens im Fernsehen, im Radio oder im Internet sehen, bzw. hören. Und natürlich ist auch Ihre Heimatkirche per Mail oder Telefon erreichbar.
Besonders hilfreiche Impulse, so etwa für einen privaten Gottesdienst, bietet in diesen Tagen der Evangeliums Rundfunk www.erf.de Und nicht zuletzt das Gebet! Beten wir für die Menschen, die unter der Krankheit leiden, um Ihre Angehörige und um die, die wichtigen Dienst tun in der medizinischen Versorgung, bei der Polizei und im Lebensmittelhandel. Und beten wir auch für unsere Regierung, dass sie mit Energie und Augenmaß zugleich handelt. Bleiben Sie behütet und bleiben Sie gesund!

Ihr Pfarrer Prof. Dr. Michael Klein